Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Komm, freu Dich mit uns

 

RKWRichtig Köstliche Wahnsinns-Äpfel

Also, die Äpfel unseres kleinen Apfelbaumes im Kirchengelände haben die Kinder nicht in den Wahnsinn getrieben, waren aber wahnsinnig viel und genauso wahnsinnig lecker. Dennoch war es keine Obst-RKW, sondern eine Religiöse Kinderwoche (so die richtige Ausschreibung der Abkürzung) zum Freuen. „Komm, freu dich mit uns!“, hieß das Thema. Fünf Tage lang ging es um die Seligpreisungen aus der Bergpredigt.

 

Tag 1: Öffne die Hände

images/Archiv/2018/archiv-2018-rkw01.jpgBibelstelle: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. (Mt. 5,3)

Natürlich ist dem ersten Tag immer der Kennlerntag. Obwohl viele Kinder aus unserer Gemeinde öfter zusammen sind, kamen auch Teilnehmer aus Nachbargemeinden, die unseren Apfelbaum noch nicht kannten. Der Tag stand im Zeichen der Handys. Nein, eigentlich nicht, denn „Franz und Mara“, die Kinder, die die RKW thematisch begleiten hatten ihre Smartphones verloren und standen nun nicht mit Handys, sondern mit leeren Händen da. Leere Hände, können offene Hände sein, mit denen man vor Gott steht. Und nun kamen die Perlen ins Spiel. Immer, wenn es etwas zum Freuen gab, wanderte eine Perle in die Schüssel und am Ende des Tages konnte man Freude vergegenständlicht sehen. Die Natur steht nie mit leeren Händen da. Immer schenkte sie den Kindern schöne Dinge, die gesammelt und dann „verbastelt“ wurden.

 

Tag 2: Lass dich trösten

images/Archiv/2018/archiv-2018-rkw02.jpgBibelstelle: Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. (Mt. 5,3)

Franz und Mara entdecken in einer Ruine Zerbrochenes, Verlust und Traurigkeit. Aber auch die Emmaus-Jünger kennen das Gefühl, traurig zu sein, den nach Jesu Kreuzigung war ihr ganzes Leben zerbrochen. Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus erzählten sich von ihrer Trauer. Das ist psychologisch wichtig, denn nur wenn man erzählt, kann der andere trösten. In der RKW bastelten die Kinder eine Stimmungsuhr. Verschiedene Smileys wurden auf der Uhr verteilt und dann die Zeiger angebracht. Gebastelt wurde auch eine Herzblume als Trostgeschenk. Ein weiteres Geschenk war das Wetter: nicht nur am zweiten Tag, sondern die ganze Woche lang. Nach den thematischen Einheiten – die nicht immer einfach gewesen sind – gab es auf dem Hof immer genug Spielgerät, hatten die Kinder ständig neue Ideen, um neben Zimmerluft auch Frischluft genießen zu können.


Tag 3: Setz dich ein

images/Archiv/2018/archiv-2018-rkw03.jpgBibelstelle: Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden. (Mt. 5,9)

Zwei Pferdekutschen kommen sich entgegen. Keiner der Fuhrleute möchte nachgeben, doch aneinander vorbei kommen sie auch nicht. Den Kindern wurde diese Episode erzählt. Danach waren sie die Autoren und sollten die Geschichte zu ende erzählen. Wie lautet die Lösung. Viele tendierten dazu, dass die Fuhrleute sich streiten. Doch der eine Kutscher hatte die richtige Idee und ging dem anderen aus dem Weg. Eine richtige Idee haben, kann „friedenserhaltend“ sein, wie in dieser kleinen Episode. Frieden: ein großes Wort, ein wichtiges Wort. Im Wasserwerkspark suchten die Kinder Blätter, um dieses Wort zu legen. Aber auch eine Friedensblume wurde gebastelt. Und Mutter Teresa, die Patronin unserer neuen Pfarrei, durfte bei dieser Einheit nicht unerwähnt bleiben. Nach dem Spaziergang im Park gab des Stockbrot auf dem Hof … und natürlich auch Äpfel.

Tag 4: Hab die richtige Idee

images/Archiv/2018/archiv-2018-rkw04.jpgBibelstelle: Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.  (Mt. 5,6)

An diesem Donnerstag stand die große Frage: „Wer setzt sich für die Gesellschaft ein?“ Natürlich kamen sofort Beispiele, wie Krankenpfleger, Arzt, Feuerwehrmann – also Berufe, die mit Einsatz und Hilfe zu tun haben. Es sind Berufe, die eine Gesellschaft menschlicher machen und tragen. So im Großen. Doch, wie ist es im Kleinen? Gibt es solche Menschen auch in unserer Gemeinde: Menschen, die sich für andere einsetzen? Auch da ließen sich viele Beispiele finden. Und plötzlich fanden sich die Teilnehmer in der Rolle der Helfer wieder. Sie taten etwas für die Gemeinde. Äpfel wurden aufgelesen, die Sakristei Staub gesaugt, die Kirche gefegt, die Sandkastenunterlage gleich mit. Die Kinder setzten sich für die Gemeinde ein. Ein Kochhandschuh, der am Nachmittag bemalt wurde, sollte nicht nur dazu dienen, unfallfrei heiße Bleche aus dem Ofen zu bekommen, sondern war Symbol der Hilfe.

Tag 5: Bleib aufmerksam

images/Archiv/2018/archiv-2018-rkw05.jpgBibelstelle: Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. (Mt. 5,7)

Barmherzigkeit – auch ein wichtiges Wort. Wer barmherzig sein möchte, muss auch aufmerksam sein, aufmerksam seinen Mitmenschen gegenüber. Das Misereor-Hungertuch 2017/2018 stand im Mittelpunkt des Tages. „Ich bin, weil Du bist!“ Was für eine Wechselbeziehung! Beziehung zu Gott konnten die Kinder auch in der Abschluss-Messe erleben. Auch am Freitag ließ das sonnige Herbstwetter wieder das Essen im Freien zu, bevor die RKW dann mit einem großen Abschlussfest beendet wurde.

Wieder verging eine Woche, wie im Flug und einige Kinder sagten: „Nächstes Jahr komme ich wieder!“ Natürlich braucht eine solche Woche viele helfende Mitchristen: in der Küche … aber nicht nur dort. Einen ganz herzlichen Dank für alles was sie getan haben!

 

Und die Äpfel: Sie gab es in allen Formen und Aggregatzuständen: zum Rein- und Durchbeißen, als Apfelkompott, Apfelmus und auf dem Dachboden getrocknet, als Apfelringe. Danke, lieber Apfelbaum bei uns an der Kirche!

Text: HL, Fotos: Pater Bernhard Kuhn, Mousa Ekdawi