Persönliche Beziehung mit Jesus
 
Erstkommunionfeier in St. Antonius am 4. Mai 2008
 
arch-2008-erstkomm.jpgEin Vater musste die Familie verlassen, um an einem anderen Ort Arbeit zu finden. Beim letzten Abendbrot lag schon bedrückte Stimmung über der Familie. Wie soll man mit der Trennung umgehen? Schließlich vereinbarten die Familienmitglieder, bei jeder Mahlzeit aneinander zu denken. Schon das Anwesendsein in den Gedanken erleichterte den Schmerz der Trennung. Mit diesen wenigen Worten ließ sich die Lesung zusammenfassen. Ein Text war es, der nicht in der Bibel stand, aber den Tag der ersten Kommunion wunderbar zusammenfasste. Sieben Kinder hatten sich mit ihren Eltern für diesen Tag vorbereitet, auch an gemeinsamen Wochenenden. Und so erlebten die Erstkommunikanten am 4. Mai 2008 ihre ganz persönliche Begegnung mit Jesus. Auch wenn die Hostie noch aussah, wie eine Hostie, der Wein im Kelch noch immer Wein zu sein schien, so ist es doch wahrer Leib und wahres Blut Christi. Bei der Eucharistie begegnen die Kinder, begegnet jeder dem lebendigen Christus. Mit dem rationalen Verstand, so Pater Bernhard weiter, sei dies (wie vieles im Leben) nicht zu fassen. Anders als in der zitierten Geschichte hinterlässt dieses Abendmahl nicht nur ein gutes Gefühl durch ein Sich-Erinnern an Christus, sondern ist viel mehr: eine ganz persönliche Beziehung und Freundschaft mit dem lebendigen Jesus. Pater Bernhard wünschte den Erstkommunikanten, dass der heutige Tag der Anfang einer noch tieferen Beziehung zu Gott ist und bat die Gemeinde um die Begleitung der Kinder durch das Gebet. Natürlich war die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Band und der kürzlich neu entstandene Kinderchor begleiteten den feierlichen Gottesdienst in der festlich geschmückten Kirche.
 
Text und Foto: Henning Leisterer