„Sein Name wird sein: Gott mit uns"
 
images/Archiv/2008-myst.jpgDer Zugang zum Weihnachtsgeschehen über die Kindheitsgeschichte Jesu nach dem Evangelisten Lukas ist uns vertraut; Herbergssuche und Stall, Krippe und Hirten, alles ist anschaulich beschrieben und gut umsetzbar in Spiel und Verkündigung.
Unser Spiel dagegen sucht einen neuen Zugang zu Weihnachten und findet ihn im Stammbaum Jesu bei Matthäus. Es lässt Personen lebendig werden, lebt von ihrer Kraft des Erzählens und versetzt uns mitten in die biblische Geschichte. Der Evangelist Matthäus fügt nicht einfach geschichtliche Fakten oder Namensreihen aneinander, sondern gestaltet den Stammbaum aus der Sicht des gläubigen Christen, von Christus her. In ihm ist die Geschichte ans Ziel gekommen.
Mit leidenschaftlichem Eifer hat Gott manch krumme Wege der Menschen gerade gemacht, unermüdlich durch die Propheten geworben, Unheil in Heil verwandelt. ... Die aus vielfältiger Not geborenen Wege und Irrwege der Menschen werden nicht unterschlagen und nicht beschönigt. Die Vorliebe Jesu für die Sünder nach dem Zeugnis des Evangelisten Matthäus wird hier bereits greifbar. Dass er ausgerechnet vier heidnische Frauen im Stammbaum Jesu erwähnt, zeigt, dass die Heilbotschaft Jesu die Türen zu den Völkern weit aufstößt.
 
Text: aus dem Handzettel der Mysterienspieler/innen von St. Antonius
Fotos: Henning Leisterer