Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Gescheiterte Lebensentwürfe - zerbrochenes Land
 
Fastensuppe in St. Antonius zugunsten Haitis
 
arch-2010-fastens01.jpgDie Predigt dieses 4. Fastensonntages brachte das bekannte Evangelium vom verlorenen Sohn in Erinnerung - eine Bibelstelle, die wohl sofort Bilder in den Köpfen wachruft. Doch nicht nur die Bilder in den Köpfen, nein auch Bilder per Videobeamer illustrierten Pater Bernhards Predigt, die vom Kinderchor musikalisch umrahmt wurde. Lebensentwürfe können scheitern. Wie gut ist es dann, wenn der Vater den Gescheiterten wieder in seine Arme nimmt. Und der andere Sohn, der, der immer beim Vater geblieben war? Er, der vom Feld kam, immer hart gearbeitet und niemals Vaters Geld verschwendet hatte wurde zornig, als der verlorene Sohn mit einem großen Fest empfangen wurde. Wer kann diesen Zorn nicht nachempfinden? Pater Bernhard fragte in der Predigt, wie viel Freude wir schon allein durch unseren Glauben (an Gott) empfangen haben. In den Fürbitten kam sie auch, die Bitte für alle Menschen, dessen Leben in Scherben vor ihnen liegt. Nicht nur ein Leben, sondern ein ganzes Land liegt in Mittelamerika in Scherben, durch das große Erdbeben: Haiti. Pater Heinz Menz berichtete vor dem Tischgebet aus diesem Land. Schon vor dem großen Beben lebten die Menschen dort in bitterster Armut. Kinder, so Pater Menz, mussten den Staub von der Straße essen. Allein in Port-au-Prince verteilten Hilfsorganisationen 26.000 Gerichte an Bedürftige - wie gesagt: vor dem Beben. Die Salesianer unterhielten in dem Land verschiedene Hilfsprojekte, die durch das Beben zum großen Teil zerstört wurden. Allein in einer Schule für Krankenschwesterschülerinnen überlebten von den 280 Menschen 230 (!)die Naturkatastrophe nicht. Natürlich versucht unsere Gemeinde die Salesianerprojekte in diesem zerstörten Land zu unterstützen. Der Erlös der Fastensuppe soll dafür gespendet werden. Beindruckend fand Pater Heinz Menz die Tatsache, dass die Haitianer trotz des schlimmen Elends den Glauben an Gott nicht verloren haben, sondern trotzdem in Gemeinschaft beten.
Was mit Spendengeldern alles bewirkt werden kann, berichtete der Salesianer Reto Wanner. Im Jahr 2009 ging der Erlös unserer Fastensuppe nach Papua-Neuguinea. Das Geld wurde für ein Alphabetisierungsprogramm verwendet. Die Gemeinde hat, so Reto Wanner, aus dem Erlös der Fastensuppe so viel Geld spenden können, dass die Summe den Jahresgehältern von 12 (!) Einheimischen entspricht. Und sicher hat sich keiner aus der Gemeinde das gespendete Geld „vom Munde absparen" müssen.
Nach der Fastensuppe lud der für die Organisation des Tages verantwortliche Familienkreis zu einer Fastentuchmeditation in die Kirche ein. Ihnen und allen Mitwirkenden soll an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank für diesen gelungenen Tag ausgesprochen werden!
 
arch-2010-fastens02.jpgDie Salesianer Don Boscos haben ein Spendenkonto für die Haiti-Hilfe eingerichtet:
Don Bosco Jugend Dritte Welt e.V.
Konto 870 005
Sparda-Bank West
BLZ 370 605 90
Stichwort: Haiti
Es werden noch viele Spende benötigt, um wenigstens die dringendsten Projekte für eine bessere Zukunft des Landes und der Menschen beginnen zu können: Geld, aber natürlich auch Gebete.
 
Fotos St. Antonius: Henning Leisterer
Foto Haiti: CyberAnth
Foto: Dieses Bild wurde (oder wird hiermit) durch den Autor CyberAnth,
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Text: Henning Leisterer
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