Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Gelebtes Erbe eines Ordensgründers
 
Don-Bosco-Fest in St. Antonius am 31. Januar 2010
 
Turin 1841.
In diesem Jahr wurde Giovanni Bosco zum katholischen Priester geweiht. Noch im selben Jahr begann er sich für benachteiligte Jugendliche in der oberitalienischen Stadt einzusetzen. In der Erziehung „seiner" Jugendlichen fand Giovanni Bosco den Sinn seines Priestertums, ja die Bestimmung seines Lebens. Damals, im beginnenden Industriezeitalter, fanden viele Jugendliche nur schwer Orientierung, viele Elternhäuser boten keine Strukturen. Don Bosco charakterisierte seine Erziehung der teilweise verwahrlosten Kinder und Jugendlichen
so: „Sie ist echt menschliche Liebe, sie wird getragen von Vernunft und ist im Glauben begründet". Am 31. Januar 1888, seinem Sterbetag hinterlies der Ordensgründer bereits 250 Häuser in Europa und Lateinamerika. Dort fanden 130.000 Jugendliche Aufnahme und wurden 18.000 Lehrlinge ausgebildet. Rund 6000 Jugendliche entschieden sich Priester zu werden. (Quelle: Wikipedia)
 
Chemnitz 2010.
arch-2010-dbfest01.jpgSeit 19 Jahren arbeiten Salesianer Don Boscos in der drittgrößten Stadt Sachsens. Es begann klein - mit einer Teestube. Hinzu kam ein weiteres Projekt salesianischer Arbeit, das Don-Bosco-Haus auf dem Sonnenberg. In Hartmannsdorf und Burgstädt konnten berufsbildende Einrichtungen entstehen, die DEKRA-zertifiziert für lernbeeinträchtigte Jugendliche die Ausbildung vieler Berufe ermöglichen. Jüngstes Beispiel ist ein Lehr-Hotel in Burgstädt.
Am 31. Januar 2010 feierten die Salesianer, das Patronatsfest ihres Ordensgründers.
„Hoffnungsstark! - Gegen Ausgrenzung von Jugendlichen" hieß das Thema. Mit einem festlichen Gottesdienst begann der Tag. Eine Reporterin traf nach einer Zeitreise ins 19. Jahrhundert in Turin ganz normale Menschen: Obstverkäufer, Straßenkehrer und so weiter. Diese Leute sollten von Don Bosco erzählen. „Und was weißt du von Don Bosco?" wurde Salesianer-Pater Heinz Menz am Ende des Anspiels gefragt. Er konnte in seiner Predigt eine ganze Menge erzählen über diesen Heiligen und seine Ideen für die Jugendarbeit im damaligen Turin. Ideen zu immer neuen artistischen Nummern hat auch unser Zirkus „Birikino" - eine feste Größe in der salesianischen Arbeit. „Schenkst du mir ein Lachen?", fragte der kleine Clown zu Beginn der Vorstellung? Was folgte, war große Artistik von den Zirkuskünstlern mit viel Freude vorgetragen, getreu Don Boscos Ausspruch: „Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein, und die Spatzen pfeifen lassen." Aus der Lehrküche Hartmannsdorf fand wieder ein schmackhaftes Mittagessen den Weg nach St. Antonius, bevor verschiedene Vorträge über „Jugendarmut" das Problem in den Vordergrund rückten, mit dem Don Bosco schon vor 160 Jahren zu kämpfen hatte: keine elterlichen Strukturen, keine Orientierung. Der Satz des Turiner Priesters: „Diese Kinder sind Edelsteine, die auf der Straße liegen. Sie müssen nur aufgehoben werden, und schon leuchten sie.", spiegelt vielleicht am besten die salesianische Intention wider. Und so ist es in Chemnitz selbstverständlich, dass die Gemeinde St. Antonius erneut Gastgeber für Jugendliche aus dem Don-Bosco-Haus war, die (auch durch das Zirkusprojekt) immer wieder den Weg in die kleine Stadtrandgemeinde finden und dort auf Menschen treffen, bei denen sie willkommen sind. Denn, so Don Bosco: „Wahre Religion besteht nicht nur in Worten, man muss sie in die Tat umsetzen." Und das tun Salesianer und Gemeinde nicht nur an diesem Patronatsfest, sondern auch im Alltag.
 
Text und Fotos: Henning Leisterer
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