Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Sternsingeraktion:
 
Jedes Jahr dasselbe?
 
arch-2010-stern01.jpgZugegeben, die Bilder gleichen sich. Die Kinder werden größer, neue Sternsinger kommen dazu. Aber die Gruppenfotos vor der Aussendung sind jedes Jahr doch recht homogen. Auch die viele (ehrenamtliche) Arbeit der Vorbereitungen (Wer passt in welches Kostüm?) ist immer die gleiche und benötigt jedes Jahr viel Zeit. Es müssen Fahrtrouten zusammengestellt, Texte gelernt werden und so weiter. Spätestens am Sonntag können es die Kinder und Jugendlichen dann kaum erwarten und sie werden erwartet: nicht nur von katholischen Familien. 20 C+M+B 10 (Christus Mansionem Benedicat) wird über den Türen stehen: über den Türen in einem reichen Land. Mit vielen Spendengeldern und den Hosentaschen voller Süßigkeiten kehren die kleinen Könige am Spätnachmittag zurück. Die Kostüme verschwinden in den Kisten, die Tourenpläne im Papierkorb. Feierabend - bis zum nächsten Jahr.
 
Immer dasselbe? Nein. Was wie ein lustig buntes Gemeinschaftserlebnis in der ersten Januarwoche aussieht, hat einen sehr ernsten und hochwichtigen Hintergrund. Jedes Jahr wird ein Land aus der sogenannten „3. Welt" Partnerland der Spendensammelaktion. Gerade die Menschen dieser Länder können Hilfe gut gebrauchen. 2010 stand Senegal im Mittelpunkt.
 
Senegal, ein Land in West-Afrika. Vielleicht einige Zahlen zu Senegal (Quelle: Wikipedia):
 
Bruttoinlandsprodukt: 910 US$ pro Einwohner (Deutschland 44.660 US$ pro Einwohner)
Analphabetismus: 65 Prozent der Gesamtbevölkerung (Deutschland 0,6 Prozent)
Einschulungsquote: 60 Prozent (Deutschland nahezu 100 Prozent)
Säuglingssterblichkeit: 77 Kinder von 1000 (Deutschland 3,8 Kinder von 1000)
 
Diese vier Zahlen (im Vergleich mit Deutschland) zeigen vielleicht am besten, wie wichtig die Sternsingeraktion ist. Nächstes Jahr wird ein anderes Land im Mittelpunkt der bundesweiten Aktion stehen. Wieder werden die Kostüme ausgepackt, Tourenpläne zusammengestellt, wird „C+M+B" über die Türen geschrieben und am Ende des Tages Spendengeld abgegeben.
 
Immer dasselbe? Vielleicht für uns und auf den ersten Blick. Doch für die Menschen im Senegal ist diese Aktion etwas Einmaliges, Bedeutendes, zum Überleben Wichtiges - vielleicht ein leuchtender Stern in ihrem bescheidenen Leben.
 
Deshalb an dieser Stelle herzlichen Dank bei allen, die diese Aktion durch ihre Dienste, ihr Gebet und ihre Spenden begleitet haben!
 
Text und Fotos: Henning Leisterer
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