Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Alles im Eimer?

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So, da stehen sie nun: Kisten, Beutel, Eimer. Manche Patres ziehen aus (verlassen Chemnitz), andere ziehen auf den Sonnenberg um oder gleich dort ein, so wie Pater Michael Stutzig SDB und später ein polnischer Salesianer-Pater. In St. Antonius hinterlassen die Salesianer zunächst leere Räume. Also alles im Eimer … für unsere Gemeinde? Natürlich kommen als Erstes Gefühle des Verlustes auch der Sorge: Was wird nun aus uns? Genauso wichtig ist aber auch der Dank. Die Salesianer haben unsere Gemeinde in den letzten 23 Jahren – mit ihrer Spiritualität – sehr bereichert. Denken wir aber auch an die vielen Begegnungen, die tollen „Birikino“-Vorstellungen auf unserem Pfarrhof, die Don-Bosco-Feste oder den großartigen ideellen und finanziellen Einsatz der Ordensleute beim Wiederaufbau des Pfarrsaales nach dem Hochwassereinbruch im Jahre 2013. Vergessen wir nicht das Jugendhaus „Lebenszeichen“ als Teil unserer Gemeinde. Ohne den Einsatz von Salesianer-Pater Johannes Schreml hätten wir es nie als Teil unseres Gemeindelebens haben können und das schöne Außengelände mit Skaterbahn auch nicht. Jeder wird an die vielen Ereignisse seine eigenen Erinnerungen haben.

Und nun? Was wird nun aus uns? Die Passivität dieser Frage ist nicht zielführend. Was machen wir daraus, wenn die letzten Eimer nicht mehr in unserem Treppenhaus, sondern auf dem Sonnenberg stehen? Pater Albert ist sich sicher, dass in der „Bunten 15“ (so nennen die Salesianer ihr neues Domizil) ein neuer Kraftort entstehen kann, aber St. Antonius ein wichtiger Platz bleiben wird, auch für die Salesianer. Damit unser Ort lebendig bleiben kann, reicht es nicht, der Vergangenheit nachzutrauern, sondern zu überlegen: Was wollen wir, was können wir tun für unser St. Antonius, damit wir uns wohl fühlen und damit auch andere hier einen guten Ort finden?

Und die leeren Räume? Sie werden nicht leer bleiben. Das Pfarrhaus ist Eigentum der Pfarrei und Interessenten sind bereits auf Pfarrer Schäffel zugekommen. Also warten wir in froher Zuversicht das Ergebnis der Gespräche ab und freuen uns auf die neuen Kisten, Beutel, Eimer, die sicher eines Tages in die erste Etage getragen werden. Tragen wir bei allem Planen und Organisieren auch den Vers 1 aus dem Psalm 127 in unserem Herzen, den Pfarrer Toddenroth im Jahr 1934 zur Kirchweih zitierte: „Wenn nicht der HERR das Haus baut, mühen sich umsonst, die daran bauen.“ Damals übrigens beherbergte das Pfarrhaus in der ersten Etage eine Hauskapelle und das von den Elisabeth-Schwestern betreute Kinderheim.

Foto: Beate Leisterer, Text: HL

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