Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
Erfenschlager Str. 27 • 09125 Chemnitz • Tel.: 0371/50034
Kreuz
+++ Am 8.09.2019 KEINE deutschsprachige Messe in St. Antonius, dafür 10.00 Uhr in St. Johannes Nepomuk für alle Stadt-Gemeinden +++ Neue Termine für die Junior Jugend +++

Ein schwerer Unfall … doch es kommt kein Arzt

Sternsingeraktion 2012 für Tansania
 
Stellen Sie sich vor, in ganz Chemnitz mit seinen rund 240.000 Einwohnern würden nur 2 Zahnärzte und 6 Allgemeinmediziner praktizieren. Oder: Wenn Sie einen Unfall haben, müssen sie selber sehen, wie Sie (eventuell mit Hilfe von Freunden) irgendwie nach Freiberg kommen, weil es dort die nächste Möglichkeit einer medizinischen Versorgung gibt. Dort würden Sie aber nicht schon in der Notaufnahme erwartet, sondern müssten lange Zeit warten, weil noch 50 Leute vor Ihnen dran sind. Sicher werden Sie diese Vorstellungen in die Kategorie "Alptraum" stecken und froh sein, endlich aus diesem erwacht zu sein. Doch in manchen Gebieten von Tansania ist das bittere Realität. 50.000 Einwohner werden von einem Zahnarzt und zwei Allgemeinmedizinern "betreut" und es kann schon mal ein 40 Kilometer langer Weg erforderlich sein, um überhaupt behandelt werden zu können.
Die 9jährige Sharifa wurde beim Spielen von einem Bagger angefahren. Nur ausgebildete, professionell arbeitende Ärzte können ihr mehrfach gebrochenes Bein wieder richtig heilen, damit das Mädchen nicht behindert bleibt. Sie hat Glück und bekommt diese medizinische Hilfe in einem Krankenhaus in der Stadt Ndanda. In einem Anspiel zur Predigt spielten Jugendliche unserer Pfarrei diese Situation nach: den Unfall, die beschwerliche Reise der 9jährigen mit einem eigentlich vollbesetzten Linienbus bis sich ein Arzt um sie kümmern wird. Um die medizinische Versorgung in Tansania verbessern zu können, gingen am 6. Januar 2013 die Sternsinger von Haus zu Haus. Sie brachten mit ihren bunten Königsgewändern nicht nur etwas Farbe in das graue, kalte, verregnete Wetter sondern segneten Wohnungen und sammelten Geld für Tansania, dem Partnerland der diesjährigen Sternsingeraktion. So wurden die Segnenden wieder selber zum Segen. Einen Höhepunkt schenkte uns ein Musiker aus Tansania, der mit einer Trommel Rhythmen aus seinem Land spielte und so dem Aussendungsgottesdienst nicht nur eine ganz besondere Atmosphäre gab sondern das (Luftlinie) fast 7.000 Kilometer entfernte Land (wenigstens kulturell) etwas näher in unseren Blick rückte.
 
Text: HL