Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
Erfenschlager Str. 27 • 09125 Chemnitz • Tel.: 0371/50034
Kreuz
+++ Am 8.09.2019 KEINE deutschsprachige Messe in St. Antonius, dafür 10.00 Uhr in St. Johannes Nepomuk für alle Stadt-Gemeinden +++ Neue Termine für die Junior Jugend +++

Fastenbrunch für ein Projekt in Indien
 
arch-2013-indien.jpgWelche Bilder kommen einem spontan, wenn man Indien hört? Auf der einen Seite ist es ein Land der Hochtechnologie. Seit Jahren erbringen hochqualifizierte indische IT-Mitarbeiter für europäische Firmen Dienstleistungen und immer breiter wird die Palette an Diensten, die Firmen in dieses „Billiglohnland" outsourcen können. Indien ist auch Atommacht. Doch denken wir an Mutter Teresa, sehen wir auch das Leid von Menschen: Kranke und Bettler in Millionenstädten. Menschen, die über Müllberge laufen und oft nicht das Nötigste zum Leben haben. Es gibt Kinder, die keinem gehören und sich völlig selbst überlassen sind. In Südindien, im Bundesstaat Karnataka haben einige Salesianer Don Boscos begonnen, diese Kinder in einem Heim aufzufangen. Salesianer-Aspirant Jürgen Massinger arbeitete einige Wochen in diesem Kinderheim und erzählte wirklich erschütternde Dinge. Er berichtete von einem Mädchen, das mit ansehen musste, wie ihr Vater ihre Mutter ermordet hatte, von Kindern, die von Eltern gebracht wurden, weil diese es nicht schafften den Nachwuchs zu ernähren und von Jugendlichen, die von der Polizei aufgesammelt wurden und in diesem entstehenden Heim Aufnahme fanden. In Lerngruppen werden diese Kinder darauf vorbereitet, „schulfähig" zu sein. Es werden die elementarsten Dinge vermittelt, wie das richtige Erlernen der Sprache, sozialer Umgang miteinander bis hin zur Persönlichkeitsentwicklung dieser am Rande der Gesellschaft stehenden. Dabei fehlt es diesem Heim selber am nötigsten. Es gibt noch keine funktionierenden sanitären Einrichtungen und der Wunsch des Leiters Br. Kimrold D`Mello SDB ist es, regelmäßig einen Arzt zu bekommen, der die Kinder untersucht - ein Arzt, der natürlich auch bezahlt werden will.
Unsere Gemeinde möchte dieses Salesianerprojekt in Indien finanziell sehr gerne unterstützen. Die Einnahmen unseres Fastenbrunches werden nach Indien gehen. Wie immer gab es zwei leckere Suppen und als Besonderheit (passend zum Thema Indien) echt indischer Aufstrich für Fladenbrot. Dafür wurde extra schwarzer Senf besorgt, den es weder im Supermarkt, noch im Reform- oder Bio-Laden gab, sondern, der in der Apotheke bestellt werden musste. Alles in allem war es ein sehr gelungener Tag, der mit einer Meditation zum neuen Fastentuch seinen Abschluss fand.
Ganz herzlich danken wir dem Familienkreis und allen Helfern, die mit viel Arbeit und Liebe diesen Fastenbrunch vorbereitet haben, eine Mahlzeit, die sicher auch in Sutgatti (bei Hubli) Südindien ihre Spuren hinterlassen wird.
 
Foto: Jürgen Massinger
Text: HL