Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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1x Port Moresby und zurück bitte
 
Fasten-Essen und ein Stück Weltkirche in St. Antonius
 
Wenn man Salesianer-Bruder Reto Wanner in Port Moresby besuchen möchte, gibt es unter anderem folgende (von Reto bereits genutzte) Flugmöglichkeit: Von Zürich nach Doha (mit Qatar Airways), Flugzeit: 5 Stunden und 40 Minuten. Dann geht es (wieder mit Qatar Airways) weiter von Doha nach Singapur, Flugzeit 7 Stunden und 25 Minuten. In Singapur angekommen checkt man bei Air Niugini ein und fliegt zum Zielort (Flugzeit: 6 Stunden und 35 Minuten). Ja und vorher bräuchte man noch mindestens eine Flugstunde, um überhaupt nach Zürich zu kommen.
 
arch-2015-suppe01.jpgOder man kauft sich kein Flugticket, sondern kommt nach St. Antonius. Mit Skype (also: „Telefonie mit Fernseher“) konnte Falk Beer eine Verbindung zu Reto Wanner aufbauen … und schon war Reto in unserem Gemeinderaum. Reto berichtete von seiner Arbeit im Don-Bosco-Technological-Institute, wo er den Bereich „Metallverarbeitung“ wieder aufgebaut hat und dort als Lehrmeister seinen missionarischen Dienst verrichtet. Um Reto herum saßen Studenten des Instituts, die bei der Skype-Übertragung gerne mit dabei sein wollten. Während der Übertragung sangen sie auch ein Lied für uns. Auf der anderen Seite des Erdballs „skypten“ also Reto und die Studenten und blickten in den Benno-Raum, wo viele Gemeindemitglieder an gedeckten Tischen saßen und liebe Grüße zu Reto und seinen Leuten schickten. Schön, dass die „neuen Medien“ diese großen Entfernungen zu großer Nähe schrumpfen lassen können.
 
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Nach unserem gegenseitigen Besuch über Webcam in die Räume der anderen, ging es weltkirchlich weiter. Unsere indischen Freunde Rubina und Tobie, die in Chemnitz studieren und seit vielen Monaten unsere Gottesdienste besuchen, bereiteten zusammen mit den Mitchristen des Hauskreises die Fastensuppe zu. Nein, eigentlich war es keine Fastensuppe, sondern ein „Fasten-Gourmet-Mal“. Fünf Stunden lang kochten die Beiden, zusammen mit dem Hauskreis-Team, leckeren indischen Gemüse-Reis mit einer Pilzsauce. Dieses indische Gericht wurde zusammen mit der traditionellen Kartoffelsuppe serviert. Ja, es war ein besonderes Fasten-Mahl. Nach dem guten Essen hielten Rubina und Tobie noch ein leckeres Dessert aus Gries, Butter und Zucker bereit – denn (so sagte Pater Sarath), in Indien wird nicht nur scharf gegessen. Rubina und Tobie passten das Reisgericht schärfemäßig an europäisches „Geschmacksempfinden“ an. Die beiden Inder empfanden ihr Gericht zwar als arch-2015-suppe03.jpg„ungewürzt“, doch (so die einhellige Meinung), es war ein wirklich sehr leckeres Essen! Obwohl Fastenzeit ja eigentlich eine Zeit des Verzichtes ist, so war dieser heutige Fastentag für uns ein ganz großer Gewinn: nicht nur kulinarisch, sondern auch im Zusammensein mit Rubina und Tobie sowie dem Bild-Telefonat mit Salesianer-Bruder Reto Wanner. Das gespendete Geld soll in voller Höhe Retos Arbeit in Papua Neuguinea zugutekommen, einer Arbeit, die den Menschen vor Ort schon so viel Gutes gebracht hat.
Wie immer schloss eine Fastentuch-Meditation diesen Tag in St. Antonius ab. Auch an dieser Stelle soll ein ganz, ganz herzlicher Dank an die Organisatoren aus dem Hauskreis, die Juniorjugend sowie an Rubina und Tobie gehen, die diesen Tag für uns unvergesslich gemacht und in die Fastenzeit ein ganz besonderes Glanzlicht gesetzt haben. „Laetare“ – „Freuet Euch“, hieß der heutige Sonntag in der Jahresliturgie. Was für ein passender Name!!!
 
Text und Fotos: HL
 
Nachtrag: Fastensuppe von der anderen Seite der Erde betrachtet:
 
Gestern erreichte mich eine Mail von Reto Wanner. Dort berichtete er, wie seine DBTI-Studenten und er unsere Skype-Zusammenkunft erlebt haben und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Außerdem sendete er zwei Bilder, die uns seine Studenten nochmal in "voller Schönheit" und ohne Übertragungsmängel zeigen:
 
"Ich bin so froh, dass die Gemeinde St. Antonius die Internats-Studenten von DBTI und mich sehen und hören konntet. Denn auf der anderen Seite in PNG hatten wir kein deutliches Bild und wir konnten nur verschwommene Umrisse der Gemeindemitglieder im Bennoraum sehen. … Das deutsche Willkommenslied haben wir gut hören können .... Dass die Skype Verbindung in PNG nicht so gut war, lag vor allem am stürmischen und regnerischen Wetter. Zur Zeit der Übertragung waren wir am Notstromaggregat und es regnete stark. Dies hat immer auch Einfluss auf die Übertragungsqualität. Denn am Samstag bei der Hauptprobe konnte ich Falk, P. Bernhard, Hannelore und Barbara deutlich im Benno Raum sehen. Bei der Fastensuppe am Sonntag sahen wir nur Umrisse von Personen. Macht nichts. Wichtig ist, ihr habt uns gut sehen und hören können. Und bestimmt beim nächsten Mal wird die Verbindung auch in PNG besser sein. … Ganz überrascht war ich, dass auch in diesem Jahr für DBTI gespendet werden soll. Ich dachte, nur einmal gibt es die Möglichkeit, für ein Projekt zu spenden. Schon jetzt will ich mich, wollen die Studenten/innen, Angestellte, Salesianer und Don Bosco Schwestern herzlichst den Gemeindemitgliedern von St. Antonius Danke sagen. Ich werde über den Verwendungszweck berichten und Bilder senden.

Herzlichst aus Port Moresby

Reto"

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Fotos: Reto Wanner SDB

 

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