Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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 Joseph aus Syrien - Krippenspiel

 

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Beginnen wir mit Publius Sulpicius Quirinius (*45 v. Chr. +21 n. Chr.). Er war Römer, Kriegsheld und Senator. Außerdem wurde er, als Auszeichnung für seine Verdienste, syrischer Stadthalter – in einer der wichtigsten Römischen Provinzen. In dieser Eigenschaft verwaltete er auch die Provinz Judäa. Er organisierte das Steuerwesen und erfasste die steuerpflichtige Bevölkerung in Listen.

Soweit die gesicherten geschichtlichen Erkenntnisse. Das andere erfahren wir in der Bibel: Joseph und Maria mussten nach Betlehem ziehen, um sich dort erfassen zu lassen … Wir kennen sie, die Weihnachtserzählung nach Lukas. Ob das alles historisch belegbar ist, mit diesen Diskussionen verdienen Historiker ihr Geld. Doch die Weihnachtserzählung ist – nimmt man mal die etwas süßliche Heilig-Abend-Romantik beiseite – eine Geschichte von Armut, Egoismus (der Bevölkerung von Betlehem), Verzweiflung und Flucht (wobei nicht der Weg von Nazareth nach Betlehem eine Flucht war, sondern der Weg nach Ägypten, kurz nach Jesu Geburt.)

Egoismus, Flucht – das sind Probleme, die heute wie damals hoch aktuell sind. Wir reden mit sprachlicher Brutalität von einer „Flüchtlingskrise“ – so, als wären Menschen eine Krise. Viele kehren den Problemen den Rücken, darauf bedacht, das eigene Wohl, den eigenen Reichtum zu erhalten und zu vermehren. Das nennt man dann wohl „Egoismus“, auch wenn er oft in unschuldigen Worten verpackt daherkommt.

Bereichernd war wieder unser Krippenspiel, das die Juniorjugend so hervorragend dargeboten hat. Nach drei Jahren „Zeitmaschinen-Krippenspiel“, hörten wir dieses Jahr ein traditionelles. Und doch war es ein besonderes Spiel. Joseph wurde von „unserem“ Mark aus Syrien verkörpert, unter der Esel-Maske steckte die kleine Veronica aus Teheran. Während Mark mit seinen (einjährigen) Deutschkenntnissen schon eine recht große Sprechrolle hatte – die er souverän meisterte – konnte Veronica mit ihren „Ia- ia“-Zwischenrufen die Leute zum Lachen bringen.

Ja, Jesus wurde in dieser „Stillen Nacht“ geboren und liegt in St. Antonius in einer vor (Zimmer)-Palmen liebevoll gestalteten Krippe. Dieses Lied, in einer dunklen Kirche vor dem Licht der Krippe und den Kerzen des Tannenbaumes gesungen, beendete zwar Gottesdienst – aber ist für unser Leben wieder ein Anfang, der Beginn des Heranwachsens von Jesus: sowohl in der Liturgie, als auch in unsern Herzen.

Quirinius hat Steuerlisten geschrieben und eine Provinz verwaltet. Das machtvolle Wirken Jesu konnte er nicht mehr erleben. Wir können es – wenn wir es wollen und ihm vertrauen.

Text und Fotos: HL

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