Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
+++ Wir wünschen allen einen schönen Urlaub, Gottes Segen auf Ihren Reisen ... und denen, die in den Sommerferien hier bleiben (müssen), trösten wir damit: die Kirche bleibt auch hier! - Ihr Webmasterteam +++

Schluss mit lustig
 
anton-schlusslustigSeit Wochen müssen wir den Horror-Schnee ertragen, die Todeskälte sowieso und dann auch noch das Killer-Eis. Früher nannte man diese apokalyptischen Grausamkeiten schlicht und einfach „Winter". Und Winter war der Gegensatz zu Sommer - jetzt gerne und Furcht einflößend als „Klimaerwärmung" bezeichnet. Gerade hatte man sich an den furchtbaren Gedanken gewöhnt, dass es bei jährlicher Temperatursteigerung bald nur noch im Freibad oder im (Bier)-Garten auszuhalten ist, da wurde dieses Schreckensszenario von einem noch schrecklicheren abgelöst, nämlich der Killer-Todes-Horror-Katastrophe, also dem, das man früher verharmlosend als Winter bezeichnet hatte. Was wird nun mit der versprochenen Klimaerwärmung? Wir werden wohl darauf verzichteten müssen - jedenfalls bis zum Sommer. Verzicht ist in der Fastenzeit sowieso geboten. Schluss mit lustig! Fastenzeit! Autofahrer mussten auf gestreute Straßen verzichten, denn wer benötigt bei versprochenem Tropenklima noch Streusalz?! Statt diesem lagen in den kommunalen Lagerstätten, sicherlich viele bunte Feinstaubplaketten oder gemeine Verordnungen, mit denen man dem Autofahrer das Leben schwer machen kann - als Strafe für sein klimaschädigendes Verhalten auf der Autobahn. Aber fasten kann auch so schön sein, besonders, wenn es in Gemeinschaft geschieht. 2009 im Wahlkampf kam plötzlich ein Hotelier zur Partei mit den drei Punkten im Namen und meinte mitfühlend, dass es ja für einen Politiker gar nicht leicht sei, immer seine Diät(en) erhöhen zu müssen. Der Hotelbranche ginge es zwar auch schlecht, aber im Hotel gibt es wenigstens noch ein Bett und auch etwas warmes Essen. Also gab der Großzügige von dem Wenigen, was er hatte noch eine Spende. Aber gemeinsames Fasten bedeutet: gemeinsamer Verzicht. Dankbar verzichtete die Partei mit den drei Punkten auf 12 Prozent Mehrwertsteuer. Das ist vorbildliches Fasten. In der Bibel, irgendwo bei Matthäus steht auch noch eine Warnung, die es zu befolgen gilt. Dort heißt es: „Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht sauer dreinsehen wie die Heuchler ...", mit anderen Worten, es im Verborgenen tun. Auch das hat unsere Verzichtgemeinschaft perfektioniert. Sie hängten ihr Fastenopfer nicht an die große Glocke. Der normale „Du-und-ich" bekam es gar nicht mit, dass Hoteliers 12 Prozent weniger Umsatzsteuern überweisen mussten. Die Zimmerpreise sind unauffällig stabil geblieben. Klasse! An diesem löblichen und gemeinsamen Verzicht von Politik und Wirtschaft muss sich der Christenmensch ein Beispiel nehmen! Neulich wurde ich gefragt, wie ich faste. Ich soll etwas weglassen, das ein Opfer für mich darstellt und mir besonders schwer fällt. Lange habe ich überlegt, was das sein könnte. Denn das Pfeiferauchen ist kein Opfer! Es fällt mir überhaupt nicht schwer. Also kann ich es weiter tun. So suchte ich in einer anderen katholischen Gemeinde nach Ideen. Ich besuchte die Messe und als ich dem dortigen Pfarrer am Ausgang die Hand drückte, sah er mich von oben bis unten an. „O, ich kenne sie noch gar nicht. Kommen sie jetzt immer?", fragte er mich. „Mal sehen.", entgegnete ich schüchtern und erklärte: „Eigentlich gehöre ich zu St. Antonius. Aber man muss ja auch die Konkurrenz im Auge behalten!" Das fand der Pfarrer irgendwie nicht so nett. „Wie fasten sie?", fragte ich ihn. Von meiner Bemerkung noch etwas irritiert sagte er: „Ich verzichte auf Sachen, die mir eigentlich Spaß machen, um so näher zu Gott zu kommen!" Eine weise Antwort, dachte ich: Dinge, die mir Spaß machen! - „Au ja, die heilige Messe macht mir Spaß!", stellte ich erleichtert fest! Doch der dortige Pfarrer schien mit allen (Weih)-Wassern gewaschen zu sein. Ruhig erklärte er mir: „Ja, aber bedenken sie, dass die Sonntage keine Fastentage sind!" Mir verschlug es die Sprache. Unsicher trottete ich davon. Was soll ich nun machen? Zum Glück halfen mir meine beiden komischen Webmaster. „Du, Anton!", riefen sie. „Schreibe mal bitte vor Ostern noch einen schönen Text zu unserer Fastensuppe im März!" Ja, das ist es!, dachte ich. Texte schreiben macht mir Spaß, das ist lustig. Aber wir haben Fastenzeit. Schluss mit lustig!antonsch.jpg