Röm.-kath. Pfarrei Hl. Mutter Teresa Chemnitz
Gemeinde St. Antonius
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Kreuz
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Reden und schweigen
 
Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag
 
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Unsere Gesellschaft ist gespalten, es geht um nicht weniger, als unsere Demokratie. Mit dieser drastischen Einschätzung eröffnete der evangelische Pfarrer Dziubek den ökumenischen Gottesdienst. Wie jedes Jahr treten wir zusammen vor das Kreuz, mal in der Christuskirche Reichenhain, mal in St. Antonius. Dieses Jahr waren wir Gastgeber für den evangelischen Gemeindeverbund Reichenhain-Einsiedel. Inzwischen kennen wir uns gut und sind schon viele Wege miteinander gegangen – nicht „nur“ in der Flüchtlingshilfe sondern auch als Gemeinde(n).Dabei verwies Pfarrer Dziubek auf gewalttätige Sprache, die spalten kann.Manchmal wäre ein Sich-zurück-nehmen in der Diskussion oder sogar ein Schweigen angebrachter.

 

Nathalie, die einen von der Jugend ausgearbeiteten Text vorlas, brachte noch eine andere Form des „Redens“ in unser Bewusstsein: die Äußerungen auf dem Tummelplatz der digitalen Welt. Auch dort finden sich Formen, die indiskutabel und verletzend sind; zum Beispiel: das Cybermobbing im Internet.

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Pater Bernhard stellte eine ganz andere Frage in den Kirchenraum: Was ist, wenn Gott schweigt? Wartet er dann auf unsere Antwort, unser ja? Zweifellos ist es, so P. Bernhard, eine schwierige Herausforderung im Glaubensleben, wenn Gott schweigt.

Eine Herausforderung in unserer Welt, die so oft auf das Wahren des Gesichtes oder das Schönreden von Unschönem ausgerichtet ist, besteht darin, sich vor Gott klein zu machen, eigene Fehler zu benennen und zu bereuen. Daraus kann jedoch große Gnade werden – zum Beispiel die Gnade der Absolution, die Pfarrer Dzjubek und Pater Bernhard gemeinsam zusprachen – also die Gnade des Zuspruchs: „Deine Sünden sind dir vergeben.“
 
Nach dem Bußgottesdienst luden wir unsere Mitchristen noch zu etwas Kaffee und Tee ein. Pater Bernhard verband die Einladung mit dem Wunsch, dass wir bei Keksen, Kuchen und Getränken uns nicht anschweigen, sondern miteinander reden sollten. Ich glaube, wir haben den Wunsch unseres Pfarrers bestens erfüllt.
 
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Text und Fotos: HL
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