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können. Während der 1877 geborene Bochmann der erzgebirgischen Heimat sehr nahe stand und in seinem Atelier fleißig, aber eher im Verborgenen arbeitete, dadurch nur einem kleineren Kreis von Kunstliebhabern bekannt wurde, suchte Nahmmacher konsequenter die Öffentlichkeit, stellte mehrmals in den USA und anderen Ländern aus, avancierte zu einer allgemein bekannten Künstlerin, deren Lebenswerk 1994 mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde. Bochmann und die 36 Jahre jüngere Nahmmacher kannten sich. Immer wieder besuchte sie Bochmanns Werkstatt in Chemnitz, um dem erfahrenen heimat- verbundenen Figurenschnitzer über die Schultern zu schauen und Fragen zu stellen. Max Bochmann starb 1955, Elly-Viola Nahmmacher im Jahre 2000. So unterschiedlich das Leben der beiden Künstler verlief, so gegensätzlich ihre künstlerischen Auffassungen waren und in ihren Werken zum Ausdruck | |
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kamen - eines verband beide: die Liebe zur sakralen Kunst. Und so treffen sich die Werke beider Bildhauer wieder - in der Kirche von St. Antonius. In dieser bilden die Werke (obwohl stilistisch konträr) eine Einheit, werden zu einem Gesamtkunstwerk, verkörpern ein gemeinsames Ziel: Gottes Würde begreifbar, vielleicht sogar in Nuancen fassbar werden zu lassen, falls man die Erhabenheit des Schöpfers überhaupt auf diesen Punkt bringen darf. Jedoch darf und soll man deuten, die Werke in ihrer Einzigartigkeit auf sich wirken, sich daran erfreuen und bereichern lassen. Das Vermächtnis zweier Künstler: im Altarraum von Antonius ist es vereint.
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