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Brunch. Wie jedes Jahr, unterstützt unsere Gemeinde mit dieser Veranstaltung ein salesianisches Projekt. War es im letzten Jahr das durch ein schweres Erdbeben verwüstete Haiti, so rückte 2011 ein in den täglichen Nachrichten etwas vergessenes Land in den Blickpunkt: das afrikanische Sierra Leone. Sierra Leone ist eines der ärmsten, wenn nicht sogar DAS ärmste Land der Welt. 70 Prozent der Menschen leben in extremer Armut und müssen mit weniger als einem US-Dollar pro Tag auskommen (Quelle: wikipedia.de). Durch einen Bürgerkrieg und Korruption ist das an Rohstoffen eigentlich gar nicht so arme Land wirtschaftlich total am Boden. Pater Heinz Menz stellte in seinem kurzen Referat den salesianischen Mitbruder Br. Lothar Wagner SDB vor. Dieser kommt aus der deutschen Provinz und engagiert sich umfangreich in Sierra Leone. Pater Heinz berichtete von seit 30 Jahren nicht mehr erneuerten Wasserleitungen, dem ständigen Zusammenbruch von Kommunikationsmitteln, ja sogar von Zahnbürsten, die in diesem Land fehlen. Br. Lothar Wagner hat sich in Freetown (der Hauptstadt Sierra Leones) einem ganz besonderen Projekt gewidmet, der Straßenkinderfürsorge und dem Schutz vor Kinderhandel. In den Straßen wird mit den in Pappkartons schlafenden Kindern Kontakt aufgenommen, damit sie in Programme eingebunden werden können, in Programme, wo sie neben intensiver Zuwendung und Freizeitangeboten auch Bildung erfahren. (Mehr über das Programm erfahren Sie, wenn Sie sich die unten verlinkte PDF-Datei herunterladen). Schlafen in Pappkartons. Man kennt die Bilder aus Slums, doch wie lebt es in diesen Behausungen"? Um das mal auszuprobieren, baute Br. Robert mit den Kindern und für die Kinder ein Haus aus Kartons. Sicher ist dieses Papphaus nicht mit den Behelfsunterkünften in Sierra Leone zu vergleichen: die Pappen mussten keine Regenzeit aushalten, waren neu und trocken, mit ordentlich verschraubten Holzstreben stabilisiert und fabrikneuer Folie als Dach überzogen. Doch es vermittelte sehr anschaulich den Unterschied zwischen dem Wohnen im reichen Deutschland und dem vor-sich-hinvegetieren" in diesem ärmsten Land der Welt. Um das salesianische Projekt wenigstens etwas unterstützen zu können, wurde (wie jedes Jahr) ein einfaches (aber, wie immer sehr schmackhaftes) Essen angeboten und jeder am Tisch gebeten, das Geld, was er für ein Mittagessen zu Hause ausgeben würde, zu spenden. Falk Beer (aus dem Leitungsteam des Pfarrgemeinderates) äußerte seine Hoffnung, dass in den Haushalten gerade heute sicher sehr teures und gutes Essen gereicht worden wäre. Eine Meditation über das Fastentuch von Sokey A. Edorh aus Togo (Afrika) mit dem Titel: Was ihr dem Geringsten tut" schloss diesen Fastenbrunch ab. An dieser Stelle möchte ich persönlich und sicher auch im Namen der Gemeinde dem Vorbereitungsteam ganz herzlich für diesen gelungenen Vormittag danken. Mit viel Aufwand, Liebe (auch Liebe zum Detail) und Ideenreichtum haben die Organisatoren dieses Fastenessen wieder zu einem ganz besonderem Licht in dieser Passionszeit werden lassen, zu einem Licht, das (sicher auch finanziell) bis nach Sierra Leone, in die Pappen der Straßenkinder leuchten wird. |